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Historisches

Chronik der Jahre 1967 bis 1981

Gründung des Sportvereins Eschbach

Für das verträumte Eschbach mit überwiegend bäuerlicher Struktur kam in den fünfziger und sechziger Jahren der Umbruch in die neue Zeit: Das Tal wurde zunehmend für die Wohnbebauung erschlossen. Die Neubaugebiete im Obertal, am Sommerberg und im Reckenberg entstanden. Die Bevölkerungszahl wuchs sprunghaft von wenig mehr als 600 im Jahr 1950 auf über 1300 im Jahre 1985.

Dieser Aufbruch in die neue Zeit brachte wirtschaftlichen Aufschwung und Wohlstand ins Eschbachtal. Mit zunehmender Modernisierung und Motorisierung in der Landwirtschaft wuchs auch die persönliche Mobilität; umgekehrt verloren räumliche Entfernungen an trennender Bedeutung. Vor allem die Jugend machte begeistert Gebrauch von den Segnungen der neuen Zeit. Der wachsende Einsatz von Maschinen in der Landwirtschaft ließ ihr immer mehr Zeit für eigene Betätigungen außerhalb des bäuerlichen Familienbetriebs.

Diese Entwicklung verfolgte aufmerksam und nicht ohne Sorge Herr Norbert Graf, seit 1956 Oberlehrer an der Eschbacher Schule. Er erkannte schon früh die ungeheure Bedeutung dieser aufkommenden Befreiung der Jugend von den bis dahin selbstverständlichen Verpflichtungen, im elterlichen Hof mitzuarbeiten. Diese jungen Leute mußten gefaßt und zu neuen Idealen hingeführt werden, damit sie nicht falschen Götzen nachjagten.

Bald fand sich um ihn eine wachsende Zahl Gleichgesinnter, aufgeschlossene Frauen und Männer, die sich der Verantwortung für die junge Generation bewußt waren, allen voran der damalige Bürgermeister und langjähriger Ortsvorsteher Max Spitz. Diese beiden (Bürgermeister Spitz und Oberlehrer Graf) überzeugten immer mehr Eschbacher davon, daß es an der Zeit sei, einen eigenen Sportverein in Eschbach zu gründen. Als diese Idee einmal geboren war, ruhte und rastete Oberlehrer Norbert Graf nicht mehr, bis der Plan auch in die Tat umgesetzt war. Er war sozusagen „Vater“ und „Geburtshelfer“ des SV Eschbach in einer Person. Und er blieb über lange Jahre hinweg auch dessen Herz und treibende Kraft. Ohne ihn lief praktisch nichts. Er begleitete einige Vorstandsämter. Aber auch außerhalb der Vorstandsarbeit hatte er immer für jeden und alles ein offenes Ohr und helfende Hände.

Die eigentliche Geburtsstunde des Vereins war am 27.2.1967.

Gründungsmitglieder waren Norbert Graf, Kurt Haid, Siegfried Heitzmann , Annemarie Martin, Franz Schwitzer, Max Spitz, Bruno Weiner

Größter Wunsch und erstes Ziel war die Gründung eines Fußballvereins. Dieser Plan scheiterte schon bald an den örtlichen Gegebenheiten in Eschbach: Zum Fußballspielen braucht man einen großen und ebenen Platz. Und von den wenigen ebenen Flächen im engen Eschbachtal war für solche Zwecke nichts zu bekommen (Das hat sich bis heute nicht geändert!). Als nächstes wandte man sich dem Turnen als Vereinszweck zu. Aber auch dieser Plan scheiterte an den örtlichen Gegebenheiten: Die gerade erst neu erbaute Eschbacher Halle erwies sich dafür als zu niedrig.

Da kam einem weiteren „Vater“ unseres Vereins eine Idee: Siegfried Heitzmann, damals aktiver Ringer in Freiburg, schlug vor, es doch auch in Eschbach einmal mit dem Ringen zu versuchen. Gesagt - getan. Siegfried Heitzmann kam mit einigen seiner Freiburger Sportkameraden und führte den staunenden Eschbachern „seine“ Sportart in der mit einer geborgten Matte ausgelegten Eschbacher Halle vor. Das Ergebnis war überwältigend. Zulauf und Interesse der jüngeren und älteren Jugend war groß - so groß, dass schon damals die Eschbacher Halle manchmal fast zu klein wurde.

So kam es, dass das Ringen die Hauptsportart im SV Eschbach wurde. Eine schon vor der Vereinsgründung existierende Gymnastikgruppe wurde integriert. Bald kamen weitere Abteilungen hinzu: Kinderturnen, Karate, einige Jahre lang auch Herrengymnastik und Damenfußball.

Wie aus dem Dokument - Bericht über die Gründung des Sportvereins in Eschbach - zu ersehen, hatte der Verein damals 31 Mitglieder, davon 17 aktive und 14 fördernde Mitglieder.

Bericht über die Gründung des Sportvereins in 
Eschbach

In jener Gründungsversammlung wurde nicht nur der erste Vorstand gewählt, sondern auch der erste Vereinsbeitrag festgelegt. Man höre und staune: Vor über 40 Jahren waren die sportbegeisterten Mitglieder bereit, für ihren „Verein“ monatlich 1,- DM aufzuwenden. Man muss sich einmal vorstellen, was das für die damalige Zeit bedeutete. Was konnte man damals nicht alles für eine Mark kaufen!
Von Anfang an war eines der vornehmsten Ziele der Vereinsgründer - neben der sportlichen Ertüchtigung - die Förderung der Kameradschaft und der zwischenmenschlichen Beziehungen. Das ist bis heute so geblieben. Man feiert gemeinsam Feste, unternimmt kleinere und größere Ausflüge und lässt auch kulturelle Bestrebungen nicht zu kurz kommen. Die Theateraufführungen des SV Eschbach sind schon ein fester Bestandteil im Eschbacher Veranstaltungskalender geworden.

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Generalversammlung am 19. April 1968

GV 1968

Das Protokoll der Generalversammlung 1968 dokumentiert in eindrucksvoller Weise den Grundstein des Vereins.

Urkunde

Eine Urkunde der Gemeinde Eschbach dokunmentiert ebenfalls die Entstehung des SVE67.

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Die ersten Schritte der Ringerabteilung

Die ersten Schritte zu einem regelmäßigen Trainingsbetrieb unternahm der Verein im Frühjahr 1967. Es folgte im Herbst desselben Jahres die erstmalige Teilnahme an den Verbandsrundenkämpfen. Nach mäßigem Start errang im darauffolgenden Jahr 1968 die erste Mannschaft bereits die Vizemeisterschaft in der damaligen Bezirksliga Süd. Die in der Gruppe Nord gestartete zweite Mannschaft war hier noch weniger erfolgreich. Der sportliche Aufwärtstrend der aktiven Ringerabteilung bestätigte sich nochmals in der Runde 1969 mit der Vizemeisterschaft. Das Jahr 1970 brachte dann den erhofften Durchbruch mit der Meisterschaft und dem Aufstieg in die Landesliga. Auch seitens der Jugendringer gab es erste Erfolge zu verzeichnen. Unter Trainer Siegfried Heitzmann und Jugendleiter Heinz Heidrich konnten einige erste Plätze und Medaillenränge auf Bezirks- und Landesmeisterschaften errungen werden. Eine Jugendmannschaftsrunde wurde damals noch nicht durchgeführt; die Jugend bestritt Vorkämpfe der aktiven Mannschaft.

Nach den Tätigkeitsberichten für die Jahre 1971 und 72 belegte die erste Mannschaft nach Abschluß der Rundenwettkämpfe jeweils den 6. Platz. In dieser Zeit wurden neben vielen Freundschaftskämpfen auch kameradschaftliche Feste wie Wanderungen, Grillabende und Ausflüge unternommen. Diese trugen einen wichtigen Teil zum harmonischen Vereinsleben bei.

In der damals sogenannten „Schwerathletikabteilung“ war Siegfried Heitzmann der wichtigste Mann. Ihm waren vor allem die Erfolge der Aktiven wie auch der Jugendringer zu verdanken. Nur mit kurzen Unterbrechungen hatte er seit Gründung des Vereins das Training geleitet und die Mannschaft geformt.

Für die Ringerabteilung war das Jahr 1974 vom Abgang einiger Leistungsträger und mangelnder Trainingsmoral geprägt. Der Abstieg aus der Landesliga konnte zwar sportlich verhindert werden; aber um aufrückenden Jugendlichen den Start zu erleichtern, setzte man die Mannschaftsrunde im Herbst in der Bezirksliga fort. Nach einer vom Verband vorgenommenen Neueinteilung war das Jahr 1975 in der Kreisliga aufzunehmen. Es konnte auch ein neuer Trainer gewonnen werden, Hans Dammann, bisher aktiv in Freiburg-St.Georgen. In den Jahren 1975 - 77 wurden immer 2. Plätze belegt, die dann 1979 die Möglichkeit gaben, in die Bezirksliga aufzurücken.

Der Freundschaftskampf der Eschbacher Staffel anläßlich der 10-Jahr-Feier - verstärkt durch Welt- und Europameister Adolf Seger. außerdem durch den mehrfachen Deutschen Meister Mario Sabatini sowie mit Karl Hug - gegen den Bundesligisten Freiburg-Haslach vor ca. 300 Zuschauern wurde als sportlicher Höhepunkt in der damaligen Vereinsgeschichte gehandelt. Bei diesem Anlaß wurden auch die langjährigen Aktiven Willi Rombach, Hanspeter Albrecht und Paul Frässle in den Reihen der Eschbacher geehrt.

Rückblickend kann man feststellen, daß die Jahre 1977 - 1979 eine sehr erfolgreiche Phase der Vereinsgeschichte darstellen. Mit der Vorstandsbesetzung Siegfried Heitzmann als 1.Vors. hatte man in diesen Jahren die notwendige Voraussetzung, wieder den Sprung in die Landesliga zu schaffen. Vor allen Dingen Bernhard Hummel als Mannschaftsführer gelang es immer wieder, eine schlagkräftige Riege auf die Matte zu schicken. Bei gutem Trainingsbesuch wurde auch ab 1978 wieder eine zweite Mannschaft aufgeboten. Hier waren die langjährigen Aktiven Adalbert Klingele, Gerhard Spitz und Mannschaftsführer Berthold Gimbel die Stützen. Zum Saisonende 1979 bahnte sich mit Bernd Fleig ein Trainerwechsel an. Als weitere Verstärkung konnten noch Edwin Bürkin und Harald Zähringer gewonnen werden. Im ersten Jahr der Landesliga 1980 belegte man einen beachtlichen 4. Rang. Hervorragend schnitt in diesem Jahr die Reservestaffel mit der Meisterschaft und Aufstieg in die Kreisliga I ab.

Leider stagnierte in den nachfolgenden Jahren 1981 und 1982 der Zulauf von Nachwuchsleuten und auch die Trainingsleistungen waren für Landesliga-Niveau zu wenig. Nach erneutem Abgang einiger Leistungsträger sah man nur noch mit einem freiwilligen Abstieg eine Alternative, das Vereinsschilf wieder auf Kurs zu bekommen.

Es muss noch bemerkt werden, daß in den Jahren 1979, 80 und 81 interessante sportliche wie auch kulturelle Veranstaltungen im Festzelt am Hummelhof geboten wurden. Gästestaffeln aus Urloffen mit dem damaligen Top-Athleten Martin Knosp, dem ASV Schifferstadt und einer Juniorenauswahl aus Virginia/U.S.A. waren Gegner der Eschbacher Ringer. In dieser Zeit wurden auch die „Dreisampokal-Turniere“ mit 6 weiteren Bezirksligamannschaften durchgeführt, und es waren viele Ringerfreunde aus der näheren und weiteren Umgebung anwesend, um die sportlichen Leckerbissen zu verfolgen. Viele Stunden mussten aufgebracht werden, um die Vorbereitungen, Auf- und Abbau und die Durchführung zu sichern. In dieser Zeit hatte man mit Gerhard Spitz auch den bisher einzigen Kampfrichter zur Verfügung, dem wir gerne noch einen Kollegen gewünscht hätten.

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Damengymnastik

Als erstmals im Jahre 1966 der Aufruf erging, einen Sportverein zusammen mit einer Damengymnastikgruppe in unser dörfliches Leben zu rufen, fand sich im Gasthaus zum Löwen eine große Zahl von Interessentinnen und Interessenten ein. Aus dieser Versammlung ging sodann unter anderem auch die Damengymnastikgruppe hervor, welche bis zum heutigen Tage in sportlichem wie auch in kameradschaftlichem Geiste gut funktionierte.

Zur Zeit der Gründung der Gruppe waren wir sehr stolz auf unsere Turnhalle. Dies zeigte sich schon daran, daß aus verschiedenen Nachbargemeinden Damen zu uns kamen, um mit unseren sportlichen Gymnastikübungen ihrer Gesundheit einen Gefallen zu tun. Das Interesse war zeitweilig so groß, daß an Gymnastikabenden manchmal mehr als 30 Damen teilnahmen. Seit der Gründungszeit ist daher für die Frauen unseres Dorfes der Montag Abend ein unersetzlicher Abend geworden.

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Dorffest in Eschbach

Anläßlich des Dorffrestes spielten einigee Damen Fußball gegen die „Prominenz“. Die Herren traten mit in „Trikots“ den Eschbacher Farben an. Das Ganze war eine riesige Gaudi.

Dorffest 1977  Dorffest 1977

Dorffest 1977  Dorffest 1977

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Teilnahme der Damengymnastik am Umzug des MVE

1980 nahm eine Abordnung des Sportvereins (Damengymnatikgruppe) beim großen Umzug des Musikvereins anläßlich seines 75-jährigen Bestehens in gleißender Hitze teil.

Umzug - 75 Jahre MV Eschbach
Damengymnastikgruppe beim Umzug - 75 Jahre MV Eschbach

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